Eine Wand aus Filz und Selbstgerechtigkeit im Stadtrat Grevens

 

 

Stadtrat und Stadtverwaltung haben versagt. Sie haben sich als unfähig erwiesen, einen Beitrag zur Versachlichung des Streits um die Stadtwerke zu liefern. Und Bürgermeister Vennemeyer hat nichts von der ihm nachgesagten Bürgernähe gezeigt. Vielmehr hat er seine Sitzungsleitung ausschließlich dem Erhalt des Stadtwerke-Klüngels gewidmet, er hat weder die  Einwohnerfragen hinreichend beantwortet noch die Anregungen der IG-Gaspreis gemäß § 24 der Gemeindeordnung behandelt.

 

Dem Geschäftsführer der Stadtwerke, der aus seinem Haus die bezahlten Claqueure mitgebracht hatte, wurde endlos Gelegenheit zur Selbstbeweihräucherung gegeben. Und seine Greven-Tümelei sowie seine wenig ausgeprägte Fähigkeit zur Selbstkritik wurden in kongenialer Weise ergänzt durch die teilweise erbärmlichen Phrasen, die die Herren Post (ProG), Diesfeld (CDU) und Meibeck (SPD) zum Thema beizutragen hatten. Fragen nach dem rechtswidrigen Vorgehen der Stadtwerke bei der Einführung der neuen Verträge interessierten diese Ratsmitglieder genausowenig wie die übrigen Mitglieder der Schuldenkoalition.

 

Wer je an der Berechtigung des Begriffs „Stadtwerke-Klüngel“ gezweifelt hat: Hier wurde der schaurig-schöne Beweis dafür geliefert. Und das mutige Eintreten von Dr.Kösters-Kraft (Die Grünen) und Ulrich Stratmann (fraktionslos) für die Interessen der Bürger prallte ab an einer Wand aus Filz und Selbstgerechtigkeit.

 

Stadtrat und Stadtverwaltung haben versagt! Sie haben den Stadtwerken eine Schaubühne geboten, den Bürgern aber nichts. Gerichtsverfahren sowie Strom- und Gaswechsel-Partys könnten wie andernorts die Folge sein. Liegt das in Ihrem Interesse, Herr Bürgermeister?

 

 

IG Gaspreis-Greven

 

Dr. Joachim Hamers

Wolfgang Klaus

Josef-Michael Freckmann

 

 

Leserbrief zur Sondersitzung des Grevener Stadtrates über die Stadtwerke Greven vom 23.01.2008